- Status: Vorhaben
Hintergrund
In Umgebungen mit einer schwierig zu etablierenden Kommunikationsinfrastruktur (bestehend oder ad-hoc) sind geringe Durchsatzraten der Datenübertragung ein häufig anzutreffendes Problem. Dies führt zu Kommunikationsschwierigkeiten bis hin zu kompletten Abbrüchen der Übertragung. Die daraus resultierenden Konsequenzen können, abhängig vom Szenario, nicht nur wirtschaftliche Folgen sein, sondern auch die Gesundheit und das Leben der Beteiligten betreffen.
Zielstellung
Das Forschungsprogramm „Datenrekonstruktion nach gezielter Datenreduktion in schwierigen Kommunikationsumgebungen mit Fokus auf Bild und Ton“ (DDK) verfolgt das Ziel der Untersuchung/Erprobung von Technologien und Ansätzen, die sich eignen, die Übertragung von Video/Bild und Ton auch bei minimaler Bandbreite sicher zu gewährleisten. Indem die Daten vor der Übertragung gezielt reduziert und im Anschluss hochskaliert bzw. wiederhergestellt werden, sollen die Kommunikationsfähigkeiten von Akteuren der inneren und äußeren Sicherheit im Einsatz verbessert werden. Dabei dürfen jedoch insbesondere einsatzkritische Inhalte nur so weit in der Qualität reduziert werden, dass es nicht zu einem Verfälschen der Inhalte kommt.
Disruptive Risikoforschung
Das disruptive Potenzial der Forschung ergibt sich vor allem aus der Bild- und Tonübertragung in Szenarien, in welchen dies mit aktueller Technologie nicht machbar ist. Die dadurch mögliche Kommunikation und Übertragung kritischer Informationen ist eine essentielle Fähigkeit im Einsatz- oder Katastrophenfall. Zudem besteht auch im zivilen Bereich ein enormes Potenzial durch die Einsparung von Bandbreite z.B. bei Video-Calls oder Streaming. Damit könnten hohe Kapazitäten der Internetinfrastruktur freigegeben werden, was wiederum Kosten senken, begrenzte Ressourcen schonen und eine bessere Kommunikation auch in schlechter versorgten Gebieten ermöglichen würde.