Cyberagentur und FFG vereinbaren in Wien eine engere Zusammenarbeit bei Cybersicherheit, Schlüsseltechnologien und Forschungsfinanzierung.
Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) haben beim FFG Forum 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Es schafft einen Rahmen für den engeren Austausch zu Cybersicherheit und Schlüsseltechnologien.
Mit dem Memorandum of Understanding (MoU) stellen die Cyberagentur und die FFG ihre weitere Zusammenarbeit auf eine gemeinsame institutionelle Grundlage. Ein MoU hält Ziele und Grundlinien einer Kooperation fest. Beide Organisationen wollen damit den fachlichen Austausch vertiefen, ihre Forschungs- und Innovationsökosysteme stärker vernetzen sowie gemeinsame Themen und Schnittstellen bei Schlüsseltechnologien und der Finanzierung von Cybersicherheitsforschung frühzeitig identifizieren.
„Cybersicherheit und technologische Souveränität enden nicht an nationalen Grenzen“, sagt Bettina Bubnys, kaufmännische Geschäftsführerin der Cyberagentur. „Deutschland und Österreich verfügen über starke Forschungs- und Innovationsökosysteme. Mit der FFG verbinden wir diese Kompetenzen systematischer und stärken damit zugleich Europas Fähigkeit, bei strategischen Technologien eigenständig zu handeln.“
Auf wissenschaftlicher Ebene soll die Vereinbarung den Austausch über technologische Entwicklungen, Forschungsbedarfe und geeignete Instrumente der Forschungsfinanzierung intensivieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie disruptive und sicherheitsrelevante Forschung früher erkannt, grenzüberschreitend vernetzt und für die langfristige technologische Souveränität Europas nutzbar gemacht werden kann.
„Disruptive Forschung braucht wissenschaftliche Exzellenz, aber auch Austausch über institutionelle und nationale Grenzen hinweg. Die Zusammenarbeit mit der FFG hilft uns, relevante technologische Entwicklungen früher einzuordnen, komplementäre Kompetenzen zusammenzubringen und neue Forschungsfragen mit europäischer Perspektive zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor der Cyberagentur.
Die FFG ist Österreichs nationale Agentur für unternehmensnahe Forschung und Entwicklung. Sie verbindet nationale Programme mit europäischen und internationalen Aktivitäten, unterstützt Unternehmen und Forschungseinrichtungen und übernimmt unter anderem Aufgaben als nationale Kontaktstelle für Horizon Europe. Die Gesellschaft steht im Eigentum der Republik Österreich.
Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen des Side-Events „Cybersicherheit in Europa: Ein Schlüsselthema für Forschung, Innovation und gesellschaftliche Resilienz“ beim FFG Forum 2026 in der Libelle des MuseumsQuartiers Wien. Das Veranstaltungsformat stellt aktuelle Bedrohungen, neue Technologien und die Bedeutung internationaler Kooperationen für Europas digitale Widerstandsfähigkeit in den Mittelpunkt. Das FFG Forum selbst widmet sich 2026 der Verwertung zentraler Schlüsseltechnologien und ihren Ökosystemen.