Politik

Cyberagentur begrüßt Eckpunktepapier und dringt auf klare Rollen und schnellen Transfer

BMFTR setzt neue Leitplanken für Cybersicherheitsforschung – Cyberagentur will Verantwortung im Prozess übernehmen

BMFTR veröffentlicht Eckpunktepapier „Cybersicherheit – Forschungspolitische Impulse“ und nennt die Cyberagentur ausdrücklich. Die Agentur begrüßt den Impuls und setzt auf klare Rollen und wirksamen Transfer.
BMFTR veröffentlicht Eckpunktepapier „Cybersicherheit – Forschungspolitische Impulse“ und nennt die Cyberagentur ausdrücklich. Die Agentur begrüßt den Impuls und setzt auf klare Rollen und wirksamen Transfer. Foto: freepik/Cyberagentur

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat Eckpunkte für ein neues Programm der Bundesregierung zur Cybersicherheitsforschung veröffentlicht und kündigt an, die Cyberagentur aktiv einzubeziehen. Die Cyberagentur begrüßt den Impuls, sieht große thematische Schnittmengen und setzt sich für klare Zuständigkeiten, wirksame Transferpfade und eine starke Community-Vertretung im vorgesehenen Fachkreis ein.

Das BMFTR hat das Eckpunktepapier „Cybersicherheit – Forschungspolitische Impulse“ veröffentlicht (Stand: Februar 2026). Darin kündigt das BMFTR an, die Kompetenzen der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) im geplanten Programm aktiv einzubeziehen.

Die Cyberagentur begrüßt diese strategische Weichenstellung ausdrücklich. Aus Sicht der Agentur kommt es nun darauf an, den angekündigten Prozess so zu gestalten, dass vorhandene Stärken des Bundes und des Ökosystems gebündelt werden und neue Aktivitäten konsequent auf Wirkung ausgerichtet sind. Das betrifft insbesondere Themenfelder, in denen das Eckpunktepapier zentrale Ziele formuliert und in denen zugleich bereits substanzielle Aktivitäten der Cyberagentur und anderer Akteure bestehen: sichere und vertrauenswürdige KI in der Cybersicherheit, zukunftsfähige Kryptografie einschließlich Post-Quanten-Ansätzen, Security-by-Design in Kommunikationssystemen, Quantenkommunikation, Resilienz von Wertschöpfungs- und Lieferketten, Absicherung kritischer Infrastrukturen und Mobilität sowie Fragen der Forschungssicherheit und des verantwortungsvollen Umgangs mit Dual-Use.

Die im Eckpunktepapier skizzierte Roadmap bewertet die Cyberagentur positiv. Entscheidend ist, dass Rollen, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen zwischen den beteiligten Einrichtungen früh festgelegt werden, damit Prioritäten operativ tragfähig werden und Ressourcen zielgerichtet eingesetzt werden können. Besonders die geplante Einbindung eines „Fachkreises aus der Community“ bietet die Chance, die Perspektiven von Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis so einzubringen, dass daraus ein umsetzungsstarkes Programm entsteht.

„Das Eckpunktepapier setzt einen sinnvollen Rahmen. Entscheidend ist jetzt, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu vermeiden und Forschung schnell in robuste, einsatzfähige Lösungen zu überführen. Dafür braucht es risikobereite Forschungsfinanzierung, klare Prioritäten und einen Fachkreis, der die Perspektiven der Community früh wirksam integriert“, sagt Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor der Cyberagentur.

Newsletter

Ihr Update in puncto Forschung, Vergabe und Co.

Abonnieren Sie unseren wissenschaftlichen Newsletter. So erfahren Sie zeitnah, welche Forschungsprogramme wir gerade vergeben, wann Partnering Events, Symposien oder auch Ideenwettbewerbe anstehen und was es Neues in der Forschung gibt.