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AkoS: Komplexe Systeme im Ganzen zertifizieren und aktualisieren

Cyberagentur veröffentlicht Interessenbekundungsverfahren für das Programm „Aktualisierung und Zertifizierung komplexer Systeme“ (AkoS).

Dr. Nathalie Lang ordnet AkoS ein: Das geplante Forschungsprogramm soll neue Ansätze für schnellere Aktualisierung und Zertifizierung sicherheitskritischer komplexer Systeme erschließen.
Dr. Nathalie Lang ordnet AkoS ein: Das geplante Forschungsprogramm soll neue Ansätze für schnellere Aktualisierung und Zertifizierung sicherheitskritischer komplexer Systeme erschließen. Foto: magnific/Cyberagentur

Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) hat das Interessenbekundungsverfahren für AkoS veröffentlicht. Gesucht werden Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis, damit komplexe Systeme künftig in ihrer Gesamtheit schnell und sicher aktualisiert und zertifiziert werden können.

Ziel des geplanten Forschungsprogramms „Aktualisierung und Zertifizierung komplexer Systeme“ (AkoS) ist es, neue Ansätze zu identifizieren, mit denen sicherheitskritische komplexe Systeme schneller aktualisiert, umfassender geprüft und effizienter zertifiziert werden können.

Komplexe Systeme bestehen aus einer Reihe von Subsystemen (System of Systems). Ihre Sicherheit ergibt sich nicht allein aus der Sicherheit einzelner Komponenten, sondern auch aus dem Zusammenspiel dieser Komponenten, ihren Schnittstellen, Abhängigkeiten und möglichen Wechselwirkungen. Gerade in sicherheitskritischen Bereichen, etwa bei maritimen Einsatzsystemen der Bundeswehr wie Fregatten oder bei kritischen Infrastrukturen wie Kraftwerken, können solche Abhängigkeiten erhebliche Auswirkungen auf die Cybersicherheit haben.

Die Ausgangslage ist ein strukturelles Problem: Kritische Systeme unterliegen strengen Auflagen und Zertifizierungsanforderungen. Gleichzeitig sind Zertifizierungs- und Re-Zertifizierungsprozesse häufig zeit- und ressourcenintensiv. In der Praxis kann dies dazu führen, dass bereits zertifizierte Systeme nicht oder nur verzögert aktualisiert werden, um erneute Prüfverfahren zu vermeiden. Genau dadurch entstehen jedoch Sicherheitsrisiken, weil veraltete Systeme bekannte Schwachstellen enthalten können.

AkoS soll deshalb Forschungsfragen adressieren, die Aktualisierung und Zertifizierung schnell, effizient und sicher ermöglichen.

Mit dem Interessenbekundungsverfahren lädt die Cyberagentur Unternehmen, Start-ups, Universitäten und Forschungseinrichtungen ein, Einschätzungen, Ideenskizzen und offene Forschungsfragen einzubringen. Die Rückmeldungen sollen dazu beitragen, das geplante Forschungsprogramm fachlich zu schärfen und zusätzliche Forschungsbedarfe sichtbar zu machen.

Die Teilnahme erfolgt über eine Online-Umfrage unter: https://t1p.de/8ddnp

Die Veröffentlichung wurde zusätzlich im Vergabeportal der Europäischen Union bekannt gemacht: https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/319908-2026

Antworten können bis einschließlich 19.06.2026 (23:59 Uhr, MESZ) eingereicht werden. Rückfragen zum Verfahren beantwortet das AkoS-Team per E-Mail unter: akos-ibv@cyberagentur.de.

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