Schlüsseltechnologie

Aus HAL2025 wird IRiS – Ideenwettbewerb wird zum Forschungsprogramm

Erste Vernetzung von Forschenden für robuste Interaktion robotischer Systeme

Aus HAL2025 wird IRiS: Die Cyberagentur überführt den Ideenwettbewerb „Autonome intelligente Systeme im Schwarm“ in ein Forschungsprogramm für robuste robotische Schwärme in Krisen- und Katastrophensituationen.
Aus HAL2025 wird IRiS: Die Cyberagentur überführt den Ideenwettbewerb „Autonome intelligente Systeme im Schwarm“ in ein Forschungsprogramm für robuste robotische Schwärme in Krisen- und Katastrophensituationen. Foto: freepik/Cyberagentur

Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) kündigt für den 28.05.2026 ein Partnering Event zum Forschungsprogramm IRiS an. Gesucht werden Ansätze und Partnerschaften, die neue Ideen für eine robuste Interaktion autonomer robotischer Systeme in heterogenen Schwärmen entwickeln – die auch dann funktioniert, wenn Kommunikation und Lokalisierung gestört, eingeschränkt oder gezielt angegriffen werden. Damit überführt die Cyberagentur zentrale Impulse aus dem Ideenwettbewerb HAL2025 „Autonome intelligente Systeme im Schwarm“ in ein strukturiertes Forschungsprogramm.

Die Cyberagentur lädt am 28.05.2026 zu einem Partnering Event für das Forschungsprogramm “IRiS – Robuste Interaktion robotischer Systeme in heterogenen Schwärmen für den Einsatz in Krisen- und Katastrophensituationen” ein. Das Format dient dazu, wissenschaftliche, technologische und anwendungsbezogene Kompetenzen frühzeitig zusammenzuführen und belastbare Konsortien für die geplante Ausschreibung zu ermöglichen.

Im Zentrum von IRiS steht eine sicherheitsrelevante Frage, die angesichts aktueller technologischer und geopolitischer Entwicklungen an Dringlichkeit gewinnt: Wie können autonome robotische Systeme in Schwärmen auch dann zuverlässig zusammenwirken, wenn Kommunikationskanäle ausfallen, Lokalisierung unzuverlässig wird oder äußere Einwirkungen die Koordination erschweren? Für Einsatzlagen in Krisen- und Katastrophensituationen ist diese Fähigkeit von grundlegender Bedeutung.

IRiS setzt genau dort an. Das Forschungsprogramm zielt darauf, Ansätze zu identifizieren und weiterzuentwickeln, mit denen robotische Systeme in heterogenen Verbünden robust interagieren können – trotz Störsendern, schwieriger Umgebungsbedingungen, unterbrochener Funkverbindungen oder beeinträchtigter Navigationssignale. Dafür werden Fragen der Roboter-Roboter-Interaktion sowie der Mensch-Schwarm-Interaktion betrachtet.

Mit IRiS greift die Cyberagentur zugleich zentrale Erkenntnisse und Ideen aus dem Ideenwettbewerb HAL2025 „Autonome intelligente Systeme im Schwarm“ auf und überführt sie in ein Forschungsprogramm mit klarer Anwendungs- und Umsetzungsperspektive. Damit wird ein offener Innovationsprozess konsequent weitergeführt: „Aus konzeptionellen Ansätzen und Wettbewerbsideen soll nun anschlussfähige Forschung entstehen, die wissenschaftliche Originalität mit sicherheitsrelevanter Wirksamkeit verbindet“, betont Programmleiterin Dr. Eva-Maria Heinke.

Das Partnering Event richtet sich an Hochschulen, Forschungseinrichtungen, technologieorientierte Unternehmen sowie weitere potenzielle Auftragnehmer mit Expertise in Robotik, Schwarmintelligenz, Künstlicher Intelligenz, verteilten Systemen, cybersicherer Kommunikation, Navigation, Lokalisierung und Mensch-Maschine-Interaktion. Ziel ist es, geeignete Partner zusammenzubringen, fachliche Schnittstellen sichtbar zu machen und die Bildung leistungsfähiger Partnerschaften zu unterstützen. Gerade weil IRiS mehrere Forschungsdimensionen integriert, kommt der frühen Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen eine besondere Rolle zu.

Für die Bedarfsträger liegt die strategische Relevanz des Programms auf der Hand. Heterogene robotische Verbünde können perspektivisch Aufklärung, Schutz, Transport, Unterstützung und Lagebilderzeugung in Umgebungen übernehmen, in denen Menschen nicht oder nur unter hohem Risiko eingesetzt werden. Besonders bedeutsam wird dies dort, wo (gezielte) Störungen im elektromagnetischen Spektrum, GPS-Ausfälle oder dynamische Umgebungen klassische Systeme an ihre Grenzen bringen. IRiS adressiert deshalb die Frage, wie sich robuste, selbstorganisierende und adaptive Verbünde entwickeln lassen, die auch unter widrigen Bedingungen handlungsfähig bleiben.

Dr. Eva-Maria Heinke, Programmleiterin von IRiS, sagt: „Mit dem Partnering Event wollen wir wissenschaftliche Exzellenz, technologische Umsetzungskompetenz und einsatzbezogene Perspektiven frühzeitig zusammenbringen. Wir suchen Beiträge aus Robotik, Kommunikation, Navigation, Künstlicher Intelligenz und Mensch-Schwarm-Interaktion. Wir erwarten, dass aus diesem Austausch tragfähige Partnerschaften und Forschungsideen entstehen, die robuste robotische Schwärme unter realen Störbedingungen neu denken.“

Mit IRiS stärkt die Cyberagentur ein Forschungsfeld, das für die digitale Souveränität und die Handlungsfähigkeit in komplexen Sicherheitslagen an Gewicht gewinnen wird. Das Partnering Event ist dafür der nächste konkrete Schritt: Es übersetzt den Forschungsbedarf in einen strukturierten Austausch mit potenziellen Auftragnehmern und legt die Grundlage für ein Programm, das neue Maßstäbe für robuste Interaktion in heterogenen robotischen Schwärmen setzen soll.

Interessenten können sich bis zum 22. Mai 2026 über folgende Seite anmelden: IRiS Partnering Event – Cyberagentur

Weitere Informationen:

https://www.cyberagentur.de/programme/iris/

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